Chronik des Eschborner Fastnachtszuges

1978

Im Jahr 1977 trafen sich am 11.12. zwei Abordnungen der Fastnachtsvereine, um den ersten Fastnachtszug durch Eschborn ins Leben zu rufen. Als Zugleitung berief man Walter Bauer und Helmut Jäger. Von den Käwwern wurden abgestellt Karl Niethammer und Fritz Pomper, Fritz Kehrer führte das Protokoll. Von den Kappen waren Manfred Obermann und Manfred Hirschhäuser dabei. Die Eschborner Kappenbrüder bewiesen (bis dahin eher seltene) Eintracht und entwickelten am runden Tisch das Konzept für den ersten "richtigen" närrischen Umzug durch die Westerbachgemeinde.

Im Jahr zuvor gab es schon eine Art Probelauf, bei dem die beiden Vereine sich zu einer erweiterten Rathauserstürmung trafen und dabei offenbar Lust auf mehr bekamen.

Der erste Fastnachtszug begann in der Pfingstbrunnenstraße und verlief über den Eschenplatz bis zum Rathaus. Insgesamt konnten 34 Zugnummern aufgeboten werden. Diese wurden, außer vom Kappen-Club-Niederhöchstadt und den Eschborner Käwwern, von 16 weiteren Vereinen aus Eschborn und dem näheren Umkreis gestellt.
Unter anderem waren die Kronberger Ritter und eine Marschformation des Drillcorps der US-Army mit von der Partie.

 

1979

Da einige wenige mit der Organisation eines solchen Spektakels zu sehr belastet wären, stellten die beiden Fastnachtsvereine jeweils gleich starke Abordnungen zur Bewältigung der anfallenden Arbeiten ab.

Dieses war die Geburtsstunde der Arbeitsgemeinschaft Eschborner Fastnachtszug. Der Umzug begann in jenem Jahr auf dem Parkplatz der Firma AB-Dick und führte durch die Eschborner Altstadt, um sich dann im Hansengraben aufzulösen. Erstmals
wurden auch der schönste Mottowagen und die originellste Fußgruppe prämiert.

 

1980

Nach der Rathauserstürmung am Vormittag machte sich das närrische Volk dann um 1411 Uhr, diesmal von Niederhöchstadt aus, auf zum diesjährigen Fastnachtszug.

Der TVE 1888 begeisterte die Zuschauer mit Turnübungen auf dem Zugweg und die Tierschützer machten Werbung für ein eigenes Tierheim in Eschborn. Ansonsten waren wieder viel Musik und historische Kostüme zu bestaunen. Ihr Debüt als Zugteilnehmer gab die „1. Eschborner Stadtgarde des Kappen-Club-Niederhöchstadt“ mit ihrer Konfettikanone "Alter Fritz" und die Hexen des KCN.

Zum ersten Mal wurde auch ein Preis für die am schönsten geschmückten Häuser am Zugweg ausgelobt.

 

1981

Der nunmehr dritte Umzug verlief wieder von Niederhöchstadt nach Eschborn. Diesmal auch an einer Tribüne für Ehrengäste vorbei, die dort eigens mit einer Gulaschkanone, Grill und Glühwein versorgt wurden.

Mit einer vorweggenommen Grundsteinlegung warb der KCN für den Bau einer neuen Mehrzweckhalle in Niederhöchstadt, da die alte Westerbachhalle aus allen Nähten platzte.

Der Schützenverein Eschborn präsentierte einen Festwagen zum 25. Vereinsjubiläum und die Käwwern begingen 5x11 Jahre Eschborner Fassenacht. Nach dem Zug brauchten die Teilnehmer dann reichlich Glühwein zum aufwärmen.

 

1982

Im Jahre 1982 lief der Fastnachtszug das erste Mal "andersherum", nämlich von Eschborn nach Niederhöchstadt.

In der schneidend kalten Luft dieses Fastnachtssamstages bevölkerten rund 18.000 Zuschauer den Zugweg des über einen Kilometer langen närrischen Lindwurms, mit dem sich ca. 1.200 Aktive bewegten. Unter den 63 Zugnummern befanden sich 8 Eschborner Vereine. Aus Sparsamkeitsgründen wurden in jenem Jahr weniger "Knolle" unters Volk geworfen wie bisher, dafür mehr Helau gerufen.

Neben Motiven, wie einem „Frikadellenbaum" des KGV Schwalbacher Straße und
„Zores in Blechdosen", war auch die Abrüstung ein Thema dieser Fastnacht. Die Schützen schossen mit einer "SS20" Popcorn in die Menge.

Zum Abschluss läuteten die Zugnummern des KCN die kommende 1200-Jahrfeier von Niederhöchstadt ein.

 

1983

Rekorde! Zum fünften Jahr. Am 12. Februar 1983 startete der "Zuuch" im Dörnweg in Eschborn und endete in Niederhöchstadt in der Georg-Büchner-Straße.
Den über 5 Kilometer langen Zugweg säumten über 18.000 Zuschauer. An die 1300 Aktive stellten die 76 Zugnummern, bei denen 11 Eschborner und 43 auswärtige Vereine teilnahmen.

Am Wiesenbad wurde zum ersten Mal eine kleine Tribüne platziert. Der damalige Bürgermeister Riebel und sein erster Stadtrat Bauer führten den Zug als "Bettelprinzen" an, um zu demonstrieren wie leer die Stadtkasse sei.

Die Leiermänner der Käwwern präsentierten sich als außerirdische ET's und
der Steinbacher CC zeigte ein geschlossenes Bahnhofs-WC als Stein des Anstoßes. Außer den Finanzen waren auch die Luftverschmutzung und das Waldsterben ein Thema.

Nach dem Umzug amüsierte sich das närrische Volk dann das erste Mal noch bis zum Abend bei der Straßenfastnacht auf Niederhöchstadts gesperrter Hauptstraße.

 

1984

Schneefall kurz vor Beginn des Umzuges, der diesmal wieder in Niederhöchstadt startete, bescherte den ca. 12.000 Zaungästen eine weiße Kulisse. Das nasskalte Wetter führte aber auch zu einigen Absagen auswärtiger Gruppen und reduzierte daher die ursprünglich erwarteten 80 Zugnummern. Dafür zählte man allerdings mehr Eschborner Vereine als in den Jahren zuvor, nämlich 13 an der Zahl.

Ebenso viele Musikzüge und genau noch einmal so viele Garden begleiteten den Fastnachtszug durch Eschborns Straßen.

Eines der Hauptthemen der Mottowagen war in diesem Jahr der anstehende Bürgermeisterwechsel im Eschborner Rathaus.

 

1985

Am 16. Februar des Jahres 1985 startete der Umzug um 1411 Uhr wieder in
Niederhöchstadt und führte nach Eschborn. Das erste Mal nahm eine Abordnung aus Montgeron auf Initiative des Partnerschaftsvereines am Eschborner Fastnachtsumzug teil.

Die tapferen Trommler und Majoretten hatten nicht nur mit dem ungemütlichen Klima des deutschen Februars zu kämpfen, auch der ungewohnte Genuss
heimischer Getränke (Ebbelwoi) führte zu einigen Problemen.

 

1986

„Wie bei einer Expedition zum Nordpol" kamen sich Gäste und Aktive beim dies­ jährigen Fastnachtszug vor. Bei Minus 10°C, aber überwiegend sonnigem Wetter, säumten wieder zahlreiche Zuschauer den Weg der über 80 Zugnummern.

Besondere Aufmerksamkeit erregten Themen wie die neue Turnhalle des
TVE 1888, Altpapier sammelnde Pfadfinder sowie Asterix und Obelix von einer Privatgruppe.

 

1987

Relativ spät im Jahr, am 28. Februar 1987, nahm der Fastnachtszug in Eschborn Aufstellung, um sich in einem über 1,5 km langen närrischen Lindwurm durch den Ort nach Niederhöchstadt zu bewegen.

Von den 1000 erwarteten Aktiven haben, in 13 Musikzügen, beinahe 400 Musiker dem karnevalistischen Treiben am Zugweg eingeheizt.

Gegenüber dem Wiesenbad wurde zum ersten Mal eine große Zuschauertribüne aus einem Stahlrohrgestell installiert.

 

1988

Mit „Jubiläumswetter" wurden die Zustände an jenem Fastnachts-Samstag, dem 13. Februar 1988, umschrieben. Man beging in diesem Jahre zwar den 11. Fastnachtsumzug seit 1977, dabei handelte es sich jedoch beim ersten Auftritt dieser Art 11 Jahre zuvor eher um ein „Umzügelchen".

Damals versammelten sich nämlich die Korporationen der Eschbomer Käwwern und der Niederhöchstädter Kappen am Eschenplatz zum Sturm auf das Eschborner Rathaus.

Der erste Umzug, der als zählbares Maß für alle folgenden Umzüge zu Grunde gelegt wurde, lief dann im darauffolgenden Jahr.

Nichts desto trotz feierten entlang des Zugweges ca. 17000 Zuschauer die Teilnehmer des närrischen Lindwurmes. Neben den „scharfen" Zwergen der Eschehipper und ihres Schneeflittchens, sah man in diesem Jahr auch atomgetriebene Wikinger, über und über „Bebommelte " KCN-Hexen sowie erstmalig ein Kinderprinzenpaar.

 

1989

Die Zuschauer am Wegesrand und die etwa 1.000 Aktiven hatten an diesem Fast –nachts-Samstag mit einem überraschenden Kälteeinbruch zu kämpfen, der die Nachfrage nach Heißgetränken in die Höhe schnellen ließ.

Unter den 64 Zugnummern gefielen besonders eine Konfettipustende Lokomotive, die mit dem Motto „Eschborner steigt ein, so schön kann Stadtbus fahren sein", auf die neue Stadtbuslinie verwies und das „Zores" vom KCN, das als wandelndes Zigarettenpäckchen mit „Wer raucht, stirbt schneller", an den Gesundheitssinn der Zuschauer appellierte.

 

1990

Nur wenige Monate nach dem Mauerfall zählte die Presse um die 20.000 Zuschauer am Zugweg durch Eschborn. 78 Zugnummern mit 12 Musikgruppen, 14 Garden und dem ersten Trabbi präsentierten sich unter dem prächtigen Sonnenhimmel dem Publikum.

Südamerikanisches Flair verbreiteten die „Samba-Hexen" und die Arbeitsgruppe der Käwwern wiesen als „ 10 kleine Negerlein" auf den Mangel an Arbeitswilligen in den Vereinen hin.

 

1991

In diesem Jahr sorgte der Krieg gegen den Irak zu einem allgemeinen Verzicht auf die Straßenfassenacht.

 

1992

Begleitet von der Zugpolizei mit historischen Pickelhauben rollte der Fastnachtszug, bestehend aus 80 Nummern mit 1.500 Aktiven, von Eschborn nach Niederhöchstadt.

Die etwa 20.000 Zuschauer konnten in diesem Jahr gleich zwei Majestäten der närrischen Zunft bestaunen. Neben der Prinzessin Sodenia konnte man auch seiner Tollität, dem Prinz aus Oberursel vom Zugweg aus huldigen.

Viel zu tun hatte wieder einmal Bürgermeister Herkströter, der bei seiner Fahrt
durch die Stadt mehrere Male die Narrenkappe wechseln musste, um sämtlichen anwesenden Korporationen gerecht werden zu können.

 

1993

„Fröhlich Lachen - Freude machen" war das Umzugsmotto im Jahre 1993, so war der Fastnachtszug diesmal auch auffallend unpolitisch. Lediglich die Schützen hatten sich des Themas Autobahnvignetten angenommen. Die Damen der Eschborner Käwwern dagegen „trieben 's bunt", dem die teuflischen „Kuttenbrüder" des KCN-Männerballetts natürlich in nichts nachstehen wollten.

Mit zwei Musikzügen und über 120 Personen präsentierte sich auch unsere Partner­ stadt Montgeron in diesem Jahr besonders stark.

 

1994

Bei eiskaltem Wind und teilweise Sonnenschein feierten fast 30.000 Zuschauer mit den ca. 1.500 Aktiven nach dem Motto „Ritzambaa is unser Hit, alle Berjer mache mit".

Unter den 85 Zugnummern setzten besonders die KCN-Hexen mit ihren fliegenden Teppichen zum Höhenflug an. Steinzeitlich wurde es dann bei den Dinos der Eschehipper und beim Mottowagen der Familie Feuerstein, der zunächst für Verwirrung sorgte, da er auf keinem Meldebogen zu finden war. Diese Gruppe hatte sich spontan dazu entschlossen auch in Eschborn mitzufahren und prompt den ersten Platz gemacht.

 

1995

Der starke andauernde Regen zwang die ARGE und ihren frischgebackenen
Zugmarschall Hubert Henrich dazu, den Umzug kurzfristig abzusagen, da diese die Gesundheit der verbliebenen Zugteilnehmer gefährdet sah.

Einige unverwüstliche , wie die Brass&Marching-Band und eine Horde angeheiterter „Schotten" zogen unter dem Motto „Jetzt erst recht" dennoch durch die Straßen Eschborns.

 

1996

„Alle lache, mache Witze, uns're Fastnacht, die ist Spitze! Für 95 erdacht- wird's 96 gebracht." So hieß das Motto des Fastnachtsumzugs 1996. Die Presse meldete: ,,Flossen überflüssig", kein Wölkchen trübte den blauen Narrenhimmel.

15.000 Zuschauer kamen zum 17. Fastnachtszug, der mit 1.409 Beteiligten einer der größten der letzten 5 Jahre war.

Mit dem Motto „Is de Fasching erst vorbei, mache mer gleich nach Hawaii" verblüfften die Kerbeborsche aus Fischbach, wo doch jeder weiß, dass es dort kein Bier gibt.

 

1997

18.000 Zuschauer honorierten die Arbeit der 1.071 Mitwirkenden. Angesichts solcher Zahlen stimmte es traurig, dass nur 3 Eschborner Vereine dabei waren. Die KCN-Hexen und ''Taunus Recycling" gefielen am besten

 

1998

Eigentlich wäre der Fastnachtszug 1998 der 20. gewesen, wegen der Golfkrise fiel der Umzug einst aus und ein anderes Mal wegen Dauerregens.

Die Krise in den eigenen Reihen wurde überstanden und der Fastnachtsumzug führt nun doch durch die Götzenstraße. 83 Zugnummern mit 1.300 Mitwirkenden konnten bei Sonnenschein und mit guter Stimmung ihren gewohnten Weg gehen. Weil es
frühlingshaft warm war, wurde statt Glühwein durstlöschender Apfelwein an den Ausschankstellen verlangt.

Dem Wagen mit der Nr. 14 ging der Sprit dann aus und musste zum Gauditum des närrischen Publikums nachgetankt werden.

Volker Simon, Vizepolizeichef ließ sich im Sträflingsanzug von Kollegen abführen (Polizisten haben doch Humor).

 

1999

Mit viel Schwung ins neue "Jahrtausend" mit Saltos und Überschlägen ließ der TVE seinem Motto sportliche Taten folgen.

"Immer uff de richdisch Tour, heute gilt - Fassnacht pur" war das Motto der ARGE 1999 dem immerhin 10.000 Zuschauer folgten. Der Zug bestand aus 74 Gruppen mit 1.160 Mitwirkenden.

Als "letzt' Nummer" zockelte Volker Simon, der Vize der Polizeistation Eschborn, als Obelix mit einem mächtigen Hinkelstein am Zugende hinterher. Das war dem Schiedsgericht ein Sonderpreis wert.

 

2000

Bei teilweise sonnigem Wetter bewegten sich ca. 1.100 Aktive in 91 Zugnummern durch die verschneite Landschaft von Niederhöchstadt aus nach Eschborn. Leider nahmen wieder nur wenige Eschborner Vereine am Umzug teil, der unter dem Motto lief „Ab 2002 geh'n wir auf s Ganze, Eschborn lässt die Bobbe tanze“

Der größte Hingucker war die riesige Lokomotive der Freiwilligen Feuerwehr Niederhöchstadt. Besonders die Kleinen entzückten die „Condominius Harmonists"der Käwwern als Biene Maya.

Zeitgeist bewies die Zugpolizei, die in diesem Jahr auf Inlineskatern unterwegs war.

 

2001

Mit dem Motto „Halli-Galli uff alle Gasse, heut' wird die Wutz errausgelasse" folgten wieder über 1.100 Zugteilnehmer, verteilt auf 86 Nummern, dem Ruf der ARGE zum Fastnachtszug in Eschborn.

Bei mehreren Gruppen war der Rinderwahn im Zuge der BSE-Krise in diesem Jahr als Motto gewählt worden.

Für die Zugweg-Anrainer bestand diesmal ein besonderer Ansporn ihre Häuser
schön zu schmücken, denn erstmalig wurden keine Pokale sondern Geldpreise ausgelobt.

Hinter Volker Simon, der als „Balu der Bär" den Umzug beendete, sah man sogleich einen Müllwagen der Stadtreinigung fahren, um den Mengen an Unrat Herr zu werden, die im Verlauf des Zuges (nicht alleine von Balu) angefallen waren.

 

2002

Mit diesem Fastnachtszug verabschiedete sich der scheidende Bürgermeister Martin Herkströter als Zugspitze neben Zugmarschall Hubert Henrich von seinen närrischen Untertanen.

Hervorzuheben war die neue Oberligamannschaft des FCE, die, angeführt von ihrem Trainer Ali Marzbahn, als Karawane mit einem Kamel und einem Lama (lebendig versteht sich) den Zug begleiteten.

Zusammen mit ca. 1.100 anderen Aktiven in 85 Zugnummern zogen sie unter dem Motto „ Rio Samba Zuckerhut, Eschborner Fastnacht is' grad so gut" von Niederhöchstadt nach Eschborn durch die Westerbachgemeinde.

Entgegen dem südländischen Motto sorgte unser hessisches Februar-Wetter mit
einem gewaltigen Wolkenbruch für einen noch feuchteren als fröhlichen Abschluss des Umzuges.

 

2003

Unter dem Motto „Kaum zu glaube‘ aber wahr, Eschborner Fastnachtszuuch: 25 Jahr“ nahm der neue Bürgermeister Wilhelm Speckhardt gemein mit dem Zugmarschall als Zugnummer 4 an seinem ersten Fastnachtszug teil.

Der 25-jährige Jubiläumszug dauerte gut zwei Stunden und bestand aus 93 Zugnummern, die sich aus 4 Musikzügen, 8 Komiteewagen, 25 Privatgruppen und 56 Mottowagen mit insgesamt 1235 Aktiven zusammensetzten. Am Straßenrand verfolgten über 20.000 Besucher das bunte Treiben.

Im Monat Mai wurde dann das 25-jährige Bestehen des Eschborner Fastnachtszugs im Bürgerzentrum Niederhöchstadt auch durch einen Festkommers mit einem bunten Abendprogramm und vielen Gästen ausgiebig gefeiert. Die Schirmherrschaft hatte hierbei unser Bürgermeister Wilhelm Speckhardt inne.

 

2004

Nachdem unser langjähriger Polizeichef Norbert Schuh seine wohlverdiente Pension angetreten hat, wurde der Zug nun vom stellvertretenden Leiter der Eschborner Polizeistation, Uwe Schneider, als „Hecksterter Ordnungshüter“ angeführt.

Als Einladung an alle Narren galt das Zugmotto „Willst Du fröhlich sein am Stück – mach bei unsrer Fastnacht mit“. Diesem Ruf folgten ca. 1.200 Aktive in 33 Fußgruppen, 14 Mottowagen, 12 Komiteewagen, 14 PKWs und 7 Kapellen.

Als besonderes Highlight nahm zu ersten Mal das historische 6er Prunkgespann der Henninger-Brauerei teil.

Leider konnten unser Zugmarschall Hubert Henrich als Zugspitze und Volker Simon als langjährige „Letzte Zugnummer“ aus gesundheitlichen Gründen nicht am Zug teilnehmen.

 

2005

Rund 25.000 Zuschauer kamen bei strahlendem Sonnenschein zu Eschborner Fastnachtszug.

89 Zugnummern mit insgesamt 1100 Aktiven hatte der Zug, der sich unter dem Motto „Fastnachtszug - des is de Renner, ei mach doch mit dann is’es schenner“ von Niederhöchstadt nach Eschborn schlängelte.

 

2006

Erstmals wurde der Zug von einem Steiger aus gefilmt, der neben der Haupttribüne an der Polizeistation positioniert war. So konnten unter dem Motto „Fassenacht und Narretei, wir feiern mit, mir sin debei“ insgesamt 78 Zugnummern mit 1127 Aktiven im Detail aufgenommen und anlässlich der späteren Preisverleihung den Gästen nochmals präsentiert werden.

 

2007

Das Motto “Ob Rege‘, Wind und Sonnenschei‘, wir lade‘ euch zum Umzuuch ei‘“ wurde glücklicherweise von vielen Narren erhört und somit erreichte der Große Eschborner Fastnachtszug mit einer Länge von 1100 m und 1448 Aktiven erstmals in seiner Geschichte 100 Zugnummern!

Teilgenommen haben z.B. 23 Mottowagen und 27 Fußgruppen. Auf musikalischer Seite ließen sich an diesem Tag 12 Kapellen mit 282 Musikern auf der 4,5 km langen Zugstrecke von ca. 25.000 Zuschauern bejubeln.

 

2008

Mit 105 Zugnummern, darunter 9 Kapellen und das historische Henninger 6er Gespann, marschierte der Zug unter dem Motto „Macht alle mit, damit es kracht, beim Fastnachtszuuch 2008“ lautstark durch die Straßen von Niederhöchstadt nach Eschborn.

Als große Neuerung wurde ein mehrseitiges Zugprogramm mit dem Zugweg und allen Zugnummern einschließlich Kurzbeschreibungen der Teilnehmermottos eingeführt. Um den Zuschauern vorab zusätzliche Informationen über den Zug zu geben, wurde dieses Programm an der Zugspitze kontinuierlich kostenlos verteilt.

 

2009

In diesem Jahr konnten sogar 11 Kapellen verpflichtet werden, die sich zusammen mit 91 weiteren Zugnummern getreu dem Motto „Feiern, schunkeln, fröhliche sein, macht mit, dann sind wir net allein“ den begeisterten Zuschauern präsentierten.

Der Zugweg führte in Eschborn nun nicht mehr über die Götzenstraße, sondern weiter über die Hauptstraße zur Unterortstraße.

Der bisherige stellvertretende Zugmarschall Horst Falk hat sein Amt aus Altersgründen niedergelegt. Sein Nachfolger wurde Willi Seib.

 

2010

Bei weißer und eiskalter Witterung war der Zugspitzwagen erstmals mit 3 „Narren“ besetzt. Neben dem Zugmarschall und unserem Eschborner Bürgermeister warf auch der Bürgermeister unserer Partnerstadt Montgeron den Zuschauern fleißig Süßigkeiten zu.

Unter dem Motto „3x Helau 2010, lasst uns zum Fastnachtsumzug geh’n“ wurde ein Zug mit einer Länge von 1.384 m und 1.814 Aktiven aufgestellt. Die 105 Zugnummern setzen sich u. A. aus 11 Kapellen, 42 Fußgruppen, 10 Komiteewagen, 1 Prinzenwagen, 6 Garden usw. zusammen.

 

2011

Ein närrisches Jubiläum konnte unter dem Motto „33mal uff de Gass‘, Eschborn’s Fastnachtszuuch macht Spaß“ gefeiert werden. Mit 111 Zugnummern wurde zugleich auch ein närrischer Teilnehmerrekord aufgestellt.

1.768 Aktive aus 13 Kapellen, 22 Motivwagen, 10 Komiteewagen, 51 Fußgruppen und 15 Garden feierten ausgiebig auf den Straßen von Niederhöchstadt und Eschborn.

Närrischer Nachwuchs ist sehr wichtig und so waren die 7 teilnehmenden Kinder- und Jugendgruppen eine besondere Freude.

 

2012

Der 31. Eschborner Fastnachtszug startete mit 114 Zugnummern und internationaler Beteiligung, wie z.B. eine Guggemusik aus Basel und eine 70-köpfige lustig tanzende und musizierende südkoreanische Delegation pünktlich um 1311 Uhr.

Als närrisches Motto wurde „Alle Narren sind dabei, an Eschborn’s Umzug führt kein Weg vorbei“ ausgewählt, was glücklicherweise mit 114 Zugnummern, 1.845 Aktiven und einer Zuglänge von 1.214 m zu einem neuen Beteiligungsrekord führte.

Zur großen Freude der ARGE sind unter den 58 teilnehmenden Vereinen 9 Neulinge.

 

2013

Da unser langjähriger Eschborner Zugmarschall Hubert Henrich plötzlich und unerwartet verstarb, wurde der 34. Eschborner Fastnachtszug von seinem Stellvertreter Willi Seib angeführt.

Mit 100 Zugnummern und einer Zuglänge von ca. 1100 m konnte man offensichtlich davon ausgehen, dass die Narren dem Motto „Fassenacht im Sauseschritt – kommt nach Eschborn und macht mit!“ mit viel Spaß an der Freude gefolgt sind.

 

2014

Waren die erneut erreichten 116 Zugteilnehmer ein Rekord für die Ewigkeit? Die Zukunft wird es zeigen.

Nachdem einige wenige Regentröpfchen gefallen waren, setzte sich der Zug aus 45 teilnehmenden Vereinen, vielen Privatgruppen und insgesamt 1.365 Aktiven mit phantasiereichen Kostümen und Motivwagen bei traumhaftem Wetter pünktlich in Bewegung. Das Motto lautet demgemäß „Seit 36 Jahren geht es rund, Eschborns Zug ist kunterbunt!“.

Ab diesem Zug hat offiziell im 2-jährigen Wechsel jeweils der Sprecher der Eschborner Käwwern und des KCN das Amt des Zugmarschalls inne. Begonnen wurde diese Regelung mit Willi Seib von den Eschborner Käwwern.

Es gab noch eine weitere Änderung an der Zugspitze. Neben unserem Zugmarschall Willi Seib fuhr auch erstmals unser neu gewählter Bürgermeister Mathias Geiger auf dem Zugspitzwagen mit.

 

2015

Da die Unterortstraße auf Grund von Kanalsanierungsarbeiten gesperrt war, führte der Zugweg in Eschborn ab der „Rappkreuzung“ erstmals über die Götzenstraße, Leiershohlstraße und Paulstraße zur Rathaustribüne und weiter zur gewohnten Auflösung in der Kurt-Schumacher-Straße.

Bei erneut frühlingshaften Temperaturen und 116 Zugnummern konnten die Aktiven unter dem Motto „Tradition und neuer Schwung – Eschborns Fassenacht – die hält jung“ den Jubel der Zuschauer richtig genießen.

Beteiligt waren 1.861 Aktive in 13 Kapellen, 32 Motivwagen, 11 Komiteewagen, 41 Fußgruppen, 12 Garden und 7 weitere in letzter Sekunde angemeldete Privatgruppen.

 

2016

Als aktuelles Motto wirbt: „Kommt im bunten Narrenkleid nach Eschborn zur fünften Jahreszeit“ für den Eschborner Fastnachtszug.

Das Amt des Eschborner Zugmarschalls geht nun vereinbarungsgemäß im 2-jährigen Wechsel von Willi Seib (Eschborner Käwwern) auf Wolfgang Hacker (KCN) über.

 

2017

"Kommt nach Eschborn auf die Gass, da macht Fassenacht richtig Spaß!" war das Motto des Eschborner fastnachtszugs 2017, dem bei sonnigem Wetter ca. 20.000 Zuschauer folgten. Der Zug war ca. 1 km lang und bestand aus 100 Zugnummern mit 1.500 Mitwirkenden.

In Vertretung des leider erkrankten Zugmarschalls Wolfgang Hacker vom KCN hat die stellvertretende Zugmarschallin Martina Förster von den Eschborner Käwwern den Zug gemeinsam mit unserem Bürgermeister Mathias Geiger angeführt.

Dank des zum zweiten Mal und noch detaillierter ausgearbeiteten Sicherheitskonzepts und einer gewissenhaften Vorplanung kam es nur zu geringen Störungen im Zugablauf. Die in den Räumen der Polizeistation Eschborn ebenfalls zum zweiten Mal eingesetzte Einsatzzentrale, bestehend aus Vertretern des Ordnungsamts, der Polizei, der Freiwilligen Feuerwehr, des ASB und der Arge hat sich erneut bestens bewährt und schnelle Reaktionen sichergestellt.

Erstmals wurden auch die wichtigsten seitlichen Zufahrtstraßen duch LKWs der Firma Depping zusätzlich gesichert.